Ortsportrait

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Stadtnah wohnen - naturnah leben

Im Herzen von Unterfranken gelegen, bietet die familienfreundliche Marktgemeinde Höchberg mit ihren fast 10.000 Einwohnern,
Bürgern wie Gästen alle Annehmlichkeiten des Alltags.

Erstmals schriftlich erwähnt wird Höchberg als „huohhobura“ bei einer Grenzbegehung der Würzburger Mark im Jahr 779/780.

Die Grenzbegehung 779/780. Illustration zur Fries-Chronik. Martin Seger um 1545.
StadtAW Ratsbuch 412, fol. 17v

Bis 1803 bestimmte das Ritterstift St. Burkard in Würzburg als Grundherr und damit oberste Verwaltungsbehörde die Geschicke des Ortes.

Aufgrund seiner topographischen Lage versorgte Höchberg jahrhundertelang die Würzburger Festung Marienberg mit Trinkwasser. Bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts leitete das natürliche Gefälle über einen Höhenunterschied von 26 Metern das Wasser in den Innenhof der Festung.

Dorf und Flur 1795. Aquarellzeichnung von Christoph Joseph Stumpf im „Verzeichnis der Hubfelder des Büttelbronner Flurs“. GAH

Vor allem im 17. und 18. Jahrhundert behauptete die Pfarrkirche „Mariä Geburt“ ihre Stellung als bedeutende Wallfahrtsstätte im Umkreis von Würzburg.

Einen wesentlichen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens bildete seit ca. 1660 die jüdische Gemeinde. Zu nennen ist an dieser Stelle vor allem die Familie Sonnemann. Leopold Sonnemann, der Begründer der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wurde 1831 in Höchberg geboren.

Die stattlichen Barockhäuser einiger jüdischer Einwohner prägen bis heute das Höchberger Ortsbild. Eines dieser Wohnhäuser, Sonnemannstraße 15, beherbergte von 1865 bis 1931 die Israelitische Präparandenschule. Sie bereitete jüdische Schüler aus ganz Bayern auf den Lehrerberuf vor.

Barockes Wohnhaus, erbaut vor 1750. Foto: Ronald Grunert-Held

Die Höchberger fanden ihr Auskommen fast ausschließlich als Tagelöhner und Häcker. Auf den Weinbau verweist auch das Ortswappen, das die Gemeinde 1937 entwerfen ließ: Eine Weinbergshacke (Karst) und ein Dreschflegel auf blauem Grund, gekreuzt über der stilisierten Lilie als Symbol für die historische Grundherrschaft des Ritterstifts St. Burkard.

Im 19. Jahrhundert eröffnete die Industrialisierung der Höchberger Bevölkerung neue Verdienstmöglichkeiten. Firmen und Fabriken im benachbarten Würzburg suchten nun Arbeitskräfte. In Höchberg selbst boten mehrere Steinbrüche Arbeitsplätze.

Mit dem wirtschaftlichen Umbruch der Nachkriegszeit wandelten sich viele landwirtschaftlich genutzte Flächen zu Bauland und Höchberg entwickelte sich zum Kleinzentrum. Am Ortsrand entstand ein Gewerbegebiet, am neuen Ortsteil „Hexenbruch“ moderne Hoch- und Reihenhaussiedlungen, sowie das das Schul- und Sportzentrum.

1990 verlieh das Bayerische Staatsministerium des Inneren der Gemeinde das Prädikat „Markt“.

Hochhäuser am Hexenbruch um 1990. Foto: Gerd Nossen. GAH Bildarchiv

Mit seinem aktiven Vereinsleben und Kultureinrichtungen von überregionaler Bedeutung wie bspw. Bibliothek und Kulturscheune ist Höchberg heute eine attraktive, moderne Wohngemeinde mit rund 10.000 Einwohnern.

Durch die Städtepartnerschaften mit der französischen Pyrenäengemeinde Luz-Saint-Sauveur und der italienischen Kleinstadt Bastia Umbra bei Assisi pflegt der Markt Höchberg Kontakte auch über die Landesgrenzen hinaus.

Höchberger Quellen

Hexenbruch

Bis 2020 befand sich an dieser Stelle ein Hinweis auf die Chronik des Höchberger Heimatforschers Martin Wilhelm aus dem Jahr 1936. Im Bewusstsein einer historischen Verantwortung und aus Achtung vor den Opfern der nationalsozialistischen Diktatur ließ Bürgermeister Alexander Knahn den Text im November 2020 entfernen.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr / Einwohnerzahl

1698 – ca. 300
1737- ca. 650
1818 – ca. 800
1821 – 973
1861 – 1259
1868 – 1332
1894 – 1464
1904 – 2780
1946 – 4480
2011 – 9.641
2015 – 9.377
2019 – 9.406
2023 – 9.616

Geographische Lage

9° 52′ 30“ östliche Länge
49° 47′ 00“ nördliche Breite


Höhenlagen

Durch die Berg- und Tallage der Gemarkung Höchberg bestehen innerhalb der Gemarkung beträchtliche Höhenunterschiede:

361 m Höchster Punkt der Gemarkung Höchberg beim Übergang der B 27 in die Gemarkung Kist

360 m Sender Frankenwarte

308 m Hexenbruch

280 m Pfarrkirche Mariä Geburt

266 m tiefster Punkt der Gemeinde an der Gemarkungsgrenze nach Würzburg in der Leistenstr.

Gemeindeflächen nach Nutzungsart

754,85 ha Gesamtfläche
davon:
213,36 ha Gebäude- und Freifläche
6,55 ha Sportflächen
11,30 ha Grünanlagen
74,29 ha Verkehrsfläche
3,29 ha Friedhofsflächen
327,74 ha Landwirtschaftsfläche
114,37 ha Waldfläche
2,42 ha Umland
1,53 ha Flächen anderer Nutzung

53,58 km Straßen
davon:
38,63 km Ortsstraßen
14,95 km Feld- und Waldwege


19,12 km Gemeindegrenze

Hebesätze

Grundsteuer A und B – 350 %
Gewerbesteuer – 350 %

In Blau über einer Dreschflegel.

Die goldene Lilie steht für das Ritterstift St. Burkard, Grundherr in Höchberg bis 1803.

Datum der Genehmigung des Wappens:
12.12.1952

Entwurfsfertiger des Wappens:
Prof. Otto Hupp, Schleißheim

Partnerstädte

Homepage des Höchberger Partnerschaftsvereins

Küsschen links, Küsschen rechts und eine herzliche Umarmung untermalt von lautem „ciao“ oder „bonjour“. Von der einem Franken oftmals nachgesagten Distanziertheit spürt man spätestens dann nichts mehr, wenn Gäste oder vielmehr Freunde aus Italien oder Frankreich zu Besuch sind.

Denn mit den beiden Partnergemeinden Luz-Saint-Sauveur in den französischen Pyrenäen und der italienischen Kleinstadt Bastia Umbra verbindet Höchberg seit vielen Jahrzehnten eine innige Freundschaft.

Das etwa rund 1400 km entfernte Luz St. Sauveur liegt auf 711m ü.d.M. in unmittelbarer Nähe zum Wintersportgebiet „Luz Ardiden“. Neben der malerischen Berglandschaft bleiben der berühmte Luzer Männerchor L´Orphéon, Spezialitäten wie der Pyrenäenkäse oder die Lammkoteletts noch lange in Erinnerung.

Nur wenige Kilometer vom weltbekannten Wallfahrtsort Assisi und nur 25 km von der alten Universitätsstadt Perugia entfernt, befindet sich Bastia Umbra. Trotz der Entfernung von rund 1100 km, finden seit der Gründung im Jahr 1990 regelmäßige Besuche statt. Ein Marktfest ohne Italiener? Schon gar nicht mehr vorstellbar.

Aufgrund der innigen Kontakte zwischen Bastia Umbra, Luz St. Sauveur und Höchberg und um den kulturellen, wirtschaftlichen und sportlichen Austausch weiter zu fördern, wurde im Jahr 2000 eine Dreierpartnerschaft zwischen allen drei Kommunen feierlich besiegelt.
So ergibt südländische Gastfreundschaft gepaart mit fränkischer Herzlichkeit eine bunte Mischung von der alle Seiten profitieren

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